ATV Fernsehdiskussion
In der ATV Diskussionsrunde mit den Spitzenkandidaten aller Parteien zur Wien Wahl, wurde eindrucksvoll eine neue Art der Diskussionsrunde präsentiert.
Die Spitzenkandidaten der Parteien, Michael Häupl (SPÖ), Heinz Christian Strache (FPÖ), sowie Christine Marek (ÖVP) und Maria Vassilakou (Die Grünen) trafen in der Wiener Stadthalle, begleitet von ihren Fans, aufeinander.
Jede der Parteien konnte 500 Anhänger mit in die Stadthalle nehmen, die dort auch für die entsprechende Stimmung sorgten. Diese Art der Diskussionsrunde verlief dann auch viel emotionaler und spannungsvoller als die gemütlichen Sitzrunden im staatlichen Fernsehen ohne Publikumsbeteiligung.
Und auch die Kandidaten gingen mehr aus sich heraus, wurden angriffiger und emotioneller, da Sie im direkten Kontakt mit ihren eigenen Anhängern aber auch den gegnerischen Anhängern standen.
Und dabei sah man sehr deutlich, welcher der Kandidaten sich wohl in seiner Haut und Rolle fühlte, wer authentisch „rüberkam“ und wer sich durch die Sendung quälte.
Michael Häupl
Michael Häupl, seit 16 Jahren Bürgermeister der SPÖ in Wien, war es sichtlich unangenehm, sich dieser Diskussionsrunde dem Publikum zu stellen. Häupl versuchte zwar, den unangenehmen Fragen auszuweichen, und so zu tun, als ob ihn dies alles nichts angehe. Aber es ist halt nicht so leicht sich einfach „abzuputzen“ und zu versuchen über den Dingen zu stehen. Die Themen der missglückten Integration und Zuwanderung, die Wirtschaftsskandale der SPÖ, der katastrophale Zustand an den Wiener Schulen, die steigende Kriminalität in Wien und die Untätigkeit dem gegenüber, all diese Themen brachten den Bürgermeister sichtlich in Bedrängnis.
Wenn er dann auch noch meint, Rechnungshofberichte zu der Misswirtschaft der SPÖ Stadtregierung, nicht ernst nehmen zu müssen, und sie wegdiskutieren zu können, wird dies nur noch von seiner lächerlichen Aussage übertroffen, die fehlenden Hausmeister seien Schuld, das es zu Integrationsproblemen in Wien gekommen ist.
Als hätte ein Hausmeister, der Stiegen wischt, Fenster putzt und Lampen wechselt, auch nur das Geringste mit Integrationslösungen zu tun. Also nur noch die ganz Dummen und Leichtgläubigen können nach dieser Diskussionsrunde an die SPÖ und deren Argumentation so wie politische Weichenstellungen durch die SPÖ glauben.
Christine Marek
Auch bei Christine Marek von der ÖVP sah man die fehlende Routine bei öffentlichen Auftritten an. Marek erscheint als Bürokratin sondergleichen. Bei allen ihren öffentlichen Auftritten zur Wien Wahl 2010, immer wieder die gleichen Phrasen, exakt die gleiche Wortwahl. Anscheinend eine Liste mit auswendig gelernten Sätzen von langsam fad werdenden Parolen, die auch in ihrer eigenen Argumentation sehr unglaubwürdig wirken. Es ist halt schwierig Konzernpolitik und Elitendünkel, der Bevölkerung schmackhaft zu machen. Sogar fast unmöglich, solche Standpunkte mit Worten so zu verdrehen, daß Sie wählbar werden. Man merkte ihr deutlich an, daß Sie Schwierigkeiten hatte ihr Elitedenken zu verbergen, und Sie nicht zu dem stand, was Sie sagte.
Man merkte eindeutig, daß sich die Vertreter der beiden großen Parteien Rot und Schwarz nicht mehr um die Anliegen der Bevölkerung kümmern sondern, daß es ihnen nur noch um den eigenen Machterhalt und um das Mitregieren zum Eigennutz geht. Beide Häupl und Marek sind Parteisoldaten. Marek hätte auch an jede andere Stelle gesetzt werden können, wo Sie ihre Partei mitunter gebraucht hätte. Zufällig ist es Wien geworden, und Sie versucht halt das Beste daraus zu machen. Und in der ÖVP ist man draufgekommen, daß sich bereits die eigenen Wähler Richtung FPÖ umschauen. Und jetzt versucht die ÖVP die FPÖ Themen zu übernehmen und in schönere Worte zu verpacken.
Und Häupl als General unter den Parteisoldaten, wirkte völlig hilflos, als er nun selbst und ganz alleine an der Front dieser Diskussion stand, und sich aus dem Rathaus bewegen mußte, um sich dem Publikum und auch den anderen Spitzenkandidaten um das Amt des Wiener Bürgermeisters zu stellen.
Ganz anders dabei die Kandidaten der FPÖ Heinz Christian Strache und Maria Vassilakou von den Grünen. Bei beiden sah man einen deutlichen Unterschied im Vergleich zu Marek und Häupl.
Maria Vassilakou und Heinz Christian Strache waren überzeugend und authentisch bei dieser Veranstaltung. Bei beiden wußte man, sie meinen es auch so wie Sie es sagen, und Sie stehen zu dem was sie sagen. Bei Häupl und Marek, spürte man deutlich wie sie sich quälten, ihre Aussagen so zu verpacken, daß Sie dem Publikum glaubhaft erscheinen.
Allerdings haben Heinz Christian Strache und Maria Vassilakou, dermaßen unterschiedliche Positionen und Vorstellungen, daß Sie wahrscheinlich nie zu einer gemeinsamen Zusammenarbeit finden werden.
Maria Vassilakou
Maria Vassilakou vertritt mit ihrer grünen linkslinken Ideologie, Standpunkte die einfach nicht realistisch sind, nicht einmal utopisch, sondern nur weltfremd. Aber man sieht, Sie glaubt wirklich an das was Sie sagt. Der katastrophale Fehler in ihrem Denken. Die Wirtschaft ist komplett dem Umweltgedanken unterzuordnen. Die Kosten die für den Einzelnen entstehen bleiben dabei völlig unberücksichtigt. Wohnen wird durch bauliche Energiesparmaßnahmen völlig unerschwinglich. Autofahren ebenso, es soll sogar so sein, da man ja eh nicht mit dem Auto fahren soll. Und die Zuwanderung ist eine tolle Chance, die man doch nutzen soll. Und das Abschaffen sämtlicher Noten in den Schulen, ist das Mittel um das darniederliegende Bildungssystem zu retten.
H.C. Strache
Ganz anders dazu Heinz Christian Strache. Er ist authentisch, er weiß wovon er spricht. Und alle die ihn bisher nur aufgrund der Kritik an seiner Person in den Medien wahrgenommen und beurteilt haben, wurden eines Besseren belehrt.
H.C. Strache nimmt sich den Bedürfnissen der Bevölkerung an und er weiß aus eigener Erfahrung wie es um Wien steht. Er ist als einziger der Spitzenkandidaten in Wien geboren und aufgewachsen. Er kennt die Stadt also am Besten mit all ihren Schwächen und Stärken.
Gerade diese Diskussion zeigte einen vernünftigen und mit der Situation der Stadt vertrauten Politiker H.C. Strache. Es sollte auch dem letzten Gegner von H.C. Strache, nun bewußt geworden sein, daß sämtliche Kritik an seiner Person und auch den Positionen der FPÖ, reine Medienpropaganda zugunsten der regierenden Parteien, also Rot in der Stadt, sowie Rot Schwarz im Bund sind.
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