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23 | 02 | 2012
Favoriten
Wien Wahl 2010 - Aktuelles

 

Flächenwidmungsskandal in Wien-Favoriten

Wenn Bürgermeister Häupl sagt, Ihr Anliegen ist uns wichtig, dann meint er sicher nicht die Bewohner beim Eisring Süd. Bei dieser Eisschnelllaufbahn trainierten Größen wie Michael Hadschieff und Emese Hunyady – ehemalige Olympiasieger. Nach jahrelanger Zweckentfremdung für Beach Volley-Ball und ähnliches wird er nun überhaupt verbaut und sollen Trendsportarten, Einkaufszentrum, Wohnungen usw. Platz finden – gegen den Willen von 2000 Personen, die sich gegen den Flächenwidmungsplan ausgesprochen haben. Doch anstatt dieses Projekt noch einmal zu überdenken, hat die SPÖ eines draufgelegt und ein Umspannwerk dazu vorgesehen. 2 000 Bürger und Bürgerinnen von Favoriten wurden einfach ignoriert und sowohl STR Schicker (Wohnen), als auch die Stadträte Ludwig (Wohnen) und Oxonitsch (Bildung und Sport) weigerten sich, die Unterschriftenlisten entgegenzunehmen. Niemand wollte dafür verantwortlich sein, dass der Bürgerwille durch Ignoranz der Mächtigen gestraft worden ist.

 

Wenig besser verfuhr man mit den Bewohnern am Monte Laa. Entlang der Laaerberg Straße werden nun trotz 830 Stellungnahmen zum Flächenwidmungsplan drei Hochhaustürme errichtet, die die bestehenden Wohnungen sowie den Campus Monte Laa in Dauerschatten hüllen. Selbst die von der FPÖ beantragte Bürgerversammlung brachte für die aufgebrachte Bevölkerung keine nachvollziehbaren Gründe, warum man einem solchen Monsterprojekt die Zustimmung erteilen sollte. Denn Wind und Schatten sind nur zwei Komponenten, die in Zukunft das Leben am Monte Laa beeinträchtigen werden. Das Verkehrsproblem tut ein Übriges. Bereits bei der Errichtung des Porr-Hochhauses reichte die Kapazität des Autobusses nicht aus, um die Fahrgäste aufzunehmen. Jetzt kommen noch drei Bürotürme dazu und es gibt kein attraktives Verkehrsmittel wie etwa die Anbindung an eine U-Bahn. Aber selbst wenn eine Straßenbahn – hier ist die SPÖ-Stadt und die SPÖ-Bezirk noch gespaltener Meinung, ob, wann und wo diese fahren soll – errichtet wird, entlastet das den Verkehr nur wenig, denn die Auslastung der Absberggasse wäre nach der Errichtung der Türme bei 135 %! Dazu noch die Straßenbahn und keine Parkplätze – ein geplantes Chaos! Der Verkehr für die Wellness-Oase Oberlaa, die in Kürze eröffnet werden soll, wird das Verkehrsaufkommen noch zusätzlich erhöhen. Aber die SPÖ vertröstet die Bürger und verweist auf den Ausbau der U1 in den Süden. Das bedeutet, 830 m Fußmarsch bis zur U-Bahnstation; einfach unzumutbar, wenn man mit Kinderwagen, Einkaufstasche oder Gehhilfe unterwegs ist.

 

Stadtteile, die in den letzten Jahren neu auf der grünen Wiese errichtet worden sind, wurden nicht konsequent und zukunftsträchtig geplant, sondern stellen die Favoritner Bevölkerung vor eine Herausforderung. Der Weg zur Arbeit, zur Schule, in den Kindergarten usw. all das wird zum Problem und keiner der verantwortlichen SPÖ-Politiker ist bereit, die Anliegen der Bürger wichtig zu nehmen. Die FPÖ steht für eine Stadtplanung, die gemeinsam mit den Bürgern durchgeführt wird, langfristig Bestand hat und nicht je nach Anlass und Wunsch verschiedener Bauträger jederzeit wieder abgehändert wird!

 

Sanierung Ettenreichgasse/Troststraße

Jahrzehntelang hat die allein verantwortliche SPÖ-Regierung die Bauten in der Ettenreichgasse/Troststraße vor sich „hinmodern“ lassen, denn Reparaturen wurden keine vorgenommen. Die Fassaden bröckeln, der Keller ist durchfeuchtet, die Fenster undicht usw. Trotzdem weist das Mietzinsreservekonto ein beachtliches Minus auf. Das bedeutet, dass die nunmehr vorgesehene Sanierung zur Gänze von den Mietern zu zahlen ist. Leider sehen dem die Mieter mit Angst entgegen, denn ihre Miete soll um das Zwei- bis Vierfache erhöht werden. Dabei haben doch viele Bewohner auf ihre Kosten das Bad, die Heizung, neue Fenster und Sicherheitstüren einbauen lassen. Fenster und Türen  werden jetzt, nach nur ein paar Jahren, wieder herausgerissen und müssen die neuen von eben diesen Mietern wieder mitfinanziert werden. Ein Lift ist am Gehsteig Troststraße geplant, halbgeschossig, d. h. der Nutzen entspricht nicht den horrenden Kosten und viele lehnen ihn überhaupt ab, werden dadurch auch wieder die Betriebskosten deutlich erhöht werden. Zudem ist dieser Gehsteig durch die Schule in der Ettenreichgasse stark frequentiert und wenn täglich 4000 Schüler hier vorbeigehen, daneben die stark befahrene Troststraße ist, dann ist der halbierte Gehsteig eine Gefahrenquelle für die Benutzer.

 

Obwohl das Gebäude unter Denkmalschutz steht, wird eine Aufstockung vorgenommen, die die Mieter nicht wollen. Doch anstatt eine ordentliche  Mieterversammlung einzuberufen und endlich die Bewohner entsprechend aufzuklären, schweigt STR Ludwig und lässt die Mieter im Unklaren über die weitere Vorgehensweise. Bürgermeister plakatiert mehr Lebensqualität in Wien und die SPÖ selbst hat dies all die Jahre durch Verleugnung der Tatsachen verhindert. Zahlen müssen die Mieter und wenn es an ihre Existenz geht. Die FPÖ fordertvor und nach der Wien Wahl 2010, die Reparaturzyklen einzuhalten, d. h. laufend notwendige Sanierungsarbeiten durchzuführen, damit die Mieter nicht in eine unzumutbare Mietzins- und Betriebskostenerhöhung getrieben werden.

 

Therme Oberlaa

Wie immer, wenn SPÖ draufsteht, wird auch die Therme Oberlaa eine Objekt der Superlative. Das größte Wellnesszentrum Europas mit 2000 Liegeplätzen im Inneren. Modernste Materialien, großzügige Räumlichkeiten – Leseraum, offenes Kaminzimmer, Filmvorführraum, weiter Sauna- und Schwimmbadbereich usw. – haben aber auch ihren Preis. Der bisherige Eintritt pro Person wird künftig auf € 15,-- (3 Std.) angehoben, der Saunabereich von € 3,50 auf € 7,-- erhöht. Ein teures Vergnügen, dass ich die Favoritner, vor allem aber die Jungfamilien wohl kaum leisten werden können. Die Freiheitlichen fordern daher, dass eine verbilligte Familienkarte eingeführt werden muss, um hier auch jenen Gruppen, die sich ein derart teures Luxusvergnügen nicht leisten können, auch in den Genuss von Wellness kommen.

 

Was die Auslastung betrifft, so kann man dem neuen Wellnesszentrum nur wünschen, dass es die prognostizierten Besucherzahlen auch erreichen wird, denn nachdem man den ursprünglich vorgesehenen Betreiber eines Hotels ausgebootet hat, gibt es noch keinen neuen. Wer dann zu diesen Preisen das Zentrum nutzen wird, wenn die Wochenendbesucher ausfallen, bleibt noch offen. Hoffentlich handelt es sich dabei nicht wieder um eine Schlappe, die die SPÖ mitzuverantworten hat.