Schließlich ergriff die Spitzenkandidatin der Grünen zur Wien Wahl 2010 Maria Vassilakou das Wort.
Maria Vassilakous Rede zur Wien Wahl 2010 strotzten von zu allgemeinen Formulierungen zu den grünen Grundwerten und grünen Einstellungen, und wie schön die grüne Welt doch sein könnte, gäbe es nicht die Hetzer, die Korruption und die Lobbys in die Stadt. Also wieder ein Frontalangriff auf Blau, Rot und Schwarz.

Im Wissen, das es nicht gut um die Chancen der Grünen bei dieser Wien Wahl 2010 steht, träumte die Spitzenkandidatin der Grünen Maria Vassilakou euphorisch von einem grünen Sieg in dieser Stadt von europäischen Dimensionen, als Vorbild für die ganze Welt um Wien zur Umweltmusterstadt zu machen. Und gleichzeitig klammerte Sie sich an die Hoffnung, das doch alle Wiener die jemals in ihrem Leben auch nur einmal grün gewählt hätten, nun auch doch bitte auch dieses mal ihr Kreuzerl bei den Grünen machen.
Da es ja einen Grund gehabt haben muß, das diese Leute schon einmal grün gewählt hätten.
Dies war allerdings zu den Spitzenzeiten der Grünen, als sich die Grünen noch um grüne Themen kümmerten und auch ein Alleinstellungsmerkmal damit hatten. Mittlerweile ist der Umweltgedanken bei allen Parteien, sei es die FPÖ, die SPÖ, die ÖVP, vorhanden. Und wird dort auch realistischer betrachtet und umgesetzt. Bei den Grünen ist alles unter diesen Umweltgedanke unterzuordnen, auch wenn man sich finanziell daran ausblutet und der gesamte Verkehr und die Volkswirtschaft dabei zum erliegen kommt.
Auch bei Maria Vassilakou war die FPÖ und Heinz Christian Strache ein Hauptthema ihrer Ansprache. Es ist schon sehr interessant zu sehen wie stark die FPÖ nicht nur den öffentlichen Wahlkampf dominiert, sondern auch, wie präsent die FPÖ bei den Wahlkampfveranstaltungen der anderen Parteien sind.
Obwohl die Grünen so gerne von Toleranz und Respekt sprechen, gilt dies offensichtlich nicht für den politischen Gegner. In den Augen von Maria Vassilakou hat die FPÖ in Wien nichts verloren und gehört in den Mistkübel der Geschichte.
Dadurch zeigt sich sehr schön, dass die Grünen so überhaupt kein Verständnis für die real existierenden Probleme und Anliegen der Bevölkerung haben, die von der FPÖ vertreten werden. Aber intellektuell lässt es sich, ja sehr schöne über das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen diskutieren, solange man selbst in einem Bezirk wohnt, in dem man von diesem multikulturellem Zusammenleben gar nicht betroffen ist. Also auch einmal mit dem Fahrrad durch ganz Wien fahren.
Nicht nur die FPÖ und Heinz Christian Strache, sondern auch Maria Fektor von der ÖVP, werden Haß, Hetze und Rassismus vorgeworfen. Und dies obwohl der meiste Haß auf andere, doch in den Ansprachen der Grünen am meisten zu hören ist.
Selbst setzen die Grüne anscheinend auf eine vollständige Öffnung der Grenzen für alle, und betonen welchen Wert Zuwanderung für eine Gesellschaft hat und fordern den österreichischen Pass sofort für jeden bei der Geburt, wenn er oder Sie in Österreich auf die Welt kommt, unabhängig davon wer die Eltern sind und wie lange sie sich schon in Österreich aufhalten.
Natürlich können andere Kulturen und zugewanderte Menschen eine Bereicherung darstellen. Dies streitet ja niemand ab. Aber den grünen Kopf in den grünen Sand stecken und so tun als gäbe es keine Konflikte ist doch etwas sehr weltfremd und verantwortungslos
Notgedrungener Maßen mußte Maria Vassilakou auch auf die Zersplitterung der Grünen in Wien eingehen. Sie versuchte dieses Thema zu überspielen und sprach selbst nur von einer täglichen unangenehmen Soap Opera, die den Grünen nicht gut tut. Und man sich nach der Wahl damit auseinandersetzt wie die Abspaltung von grünen Funktionären und die Gründung von neuen Grünparteien verhindert werden kann.
Tatsächlich entspricht dies einer Zerreißprobe der Grünen in Wien, wenn sich in Wiener Bezirken langjährige Funktionäre, die die tägliche Bezirksarbeit realisierten, plötzlich von den Grünen abspalten und eigene neue Grünparteien gründen, oder sogar zur SPÖ überlaufen. Es zeigt wie innerlich diese Partei zerstritten ist, und das doch so wundervolle Menschenbild nur nach außen zur Schau getragen wird. Auch bei den Grünen toben Machtkämpfe um Positionen und Funktionen. Die erbitterter als in jeder anderen Partei verlaufen und sogar zu Neugründungen von Grün Parteien führen.
Also wenn die schon nicht einmal mehr mit sich selbst reden können, wie sollen die dann die Probleme einer ganzen Stadt lösen können. Wenn Integration schon bei den eigenen Funktionären innerhalb der Partei nicht funktioniert, wie sollen Sie dann die Integration innerhalb einer ganzen Stadt bewältigen.
Einblick in die abstrusen Gedankengänge von Maria Vassilakou gibt auch folgende Aussage von ihr. Wie schön wäre es doch wenn Sie Vizebürgermeisterin (unter einem roten Bürgermeister) werden würde, denn dem Strache kann doch nichts Grauslicheres passieren, als wenn eine Zugewanderte Vizebürgermeisterin wird. Das sind Überlegungen.
Das Spektakel mit dem Fahrrad zum Wahlkampfauftakt zu fahren, hatte auch kleine aber feine Haken und Fehler im Programm. Grüne Abgeordnete, die hier in Jeans und T-Shirt in Erscheinung treten und sofort nach der Veranstaltung im Parlament mit Anzug auftauchen, verlieren doch etwas an Glaubwürdigkeit wenn Sie mit dem HighTech Fahrrad um mehrere durchschnittliche Monatslöhne auftauchen. Zumindest den Armen gegenüber die Sie vertreten wollen.
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