Hörndlwald: Bauverbot statt Spekulation
Spekulationsobjekt Afritsch-Heim?
Im Jahre 1952 wurde das Josef-Afritsch-Heim der Volkshilfe zur Nutzung für Jugend und Soziales bis 2029 übertragen.
• Spekulationsobjekt
Die vorzeitige Auflösung dieses Vertrages per Dezember 2010 brachte der Volks-hilfe für die bewusst verfallen gelassenen Gebäude samt 131.000 m² Grund eine satte 450.000-Euro-Entschädigung aus Steuergeldern.
Das Areal soll „sinnvoll verwertet werden“, legte sich der SPÖ-Rathausklub bereits fest. Damit möchte die SPÖ-Stadtregierung – wie schon beim Geriatriezentrum am Wienerwald (siehe Artikel Seite 3 oben) - das Familiensilber der Stadt Wien verkaufen, um zusätzliche Gelder für die Kostenexplosion beim Krankenhaus Nord zur Verfügung zu haben.
• Bauverbot
ÖVP und SPÖ haben bereits gemeinsam für die Vertragsauflösung mit der Volkshilfe gestimmt. Auch bei der Grundstücksspekulation samt Flächenumwidmung im Invalidenhauspark unterstützt die ÖVP die SPÖ.
„Wir verlangen ein STRIKTES BAUVERBOT im gesamten Hörndlwald, falls das Afritsch-Heim nicht renoviert wird“, legt sich Mag. Günter Kasal seitens der Freiheitlichen fest.
• Rot-Schwarze Absprachen und Packeleien
Seit März 2001 wird die Stadt Wien mit absoluter SPÖ-Mehrheit regiert. Obwohl sich die ÖVP in Wien seit neun Jahren (!) nicht in der Stadt-Regierung befindet, wurden 100 Prozent der Hietzinger Flächenwidmungspläne von SPÖ und ÖVP gemeinsam beschlossen. Ebenso wurden ALLE Ausnahmegenehmigungen für Bauprojekte in Hietzing von SPÖ und ÖVP gemeinsam „abgenickt“.
• WARUM?
Dies kann leichter verstanden werden, wenn man sich die Bauträger bzw. Grundstücks-eigentümer im Zusammenhang mit manchen Bauprojekten und den Ausdehnungen der Bebaubarkeit innerhalb der letzten zehn Jahre ansieht.
Auffällig oft kann ein Naheverhältnis zur ÖVP festgestellt werden kann, vereinzelt sogar personelle Verknüpfungen.
Ein Projekt von vielen war die Flächenumwidmung im Invalidenhauspark, der sich im Bereich Hochheim-/Stranzenberg-/Fasangar- ten/Würzburg- und Opitzgasse am südlichen Abhang des Küniglberges befindet.
• Skandalwidmung
Im Zusammenhang mit einer befürchteten Grundstücksspekulation bei der Privatisierung der damaligen BUWOG-Gebäude beschloss die Hietzinger Bezirksvertretung am 6.12.2006 einstimmig, allfällige künftige Anträge der Grundstückseigentümer auf Umwidmung des Parks zum Zwecke der Verbauung abzulehnen.
Danach wurde die beträchtliche Ausdehnung der Bebaubarkeit vom Grundstückseigentümer beantragt und das Bauvorhaben im Bauausschuss (19.10.2009) vom Projektwerber präsentiert.
• Korruption?
Eine Liegenschaft (inkl. Parkanlage) wird zu einem bestimmten Preis aufgrund einer bestehenden Flächenwidmung erworben. Zur Verwirklichung eines Bauprojektes beantragt der neue Eigentümer eine massive Ausdehnung der Flächenwidmung.
Diese Umwidmung wurde seitens der politischen Entscheidungsträger (SPÖ/ÖVP) entgegen deren eigenen Beschlüssen und trotz heftigen Widerstandes der Bevölkerung beschlossen, wodurch sich der Wert der Liegenschaft vervielfacht hat.
Der Erwerb des Grundstückes und der Beschluss über die Ausdehnung der Flächenwidmung standen in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang.
|